Rückblick: 25. Jubiläum

Animo Jubiläum - 25 Jahre Animo!

So lange gibt es unseren Verein schon…

Seit der Gründung am 02. September 2001 setzt sich der Verein für die Partnerschaft zwischen Münster und Tula ein und verbindet Menschen aus Deutschland und Mexiko. Denn mittlerweile sind durch die viele Veranstaltungen und vor allem die gemeinsamen Erfahrungen auch viele Freundschaften entstanden.
Am Wochenende vom 26. und 27. September konnten wir dieses besondere Jubiläum gemeinsame im Canisiushaus feiern. ☀️🪅

Gruppenfoto des Jubiläums

Am Samstag (26. September) fand eine Feier im Kreis der Animo-Mitglieder statt. Von der Generation 2014/15 bis zur Generation 2025/26 waren ehemalige Freiwillige dabei.

Zuerst wurden der Zeitstrahl für den nächsten Tag erweitert, danach gab es Pizza und ganz viel Karaoke.

Das Highlight des Abends war das Ánimo-Quiz, welches von den Animomitgliedern Tabea und Aranxta vorbereitet wurde.

Mit Kategorien wie „Kulinarik“, „Was haben Personen X und Y gemeinsam?“, oder „Wie geht das Lied weiter?“ sowie Fragen zur Geschichte des Vereins oder zu gemeinsamen Erlebnissen bot der gemeinsame Abend eine schöne Gelegenheit, viele ehemalige Freiwillige wiederzusehen und sich auszutauschen.

Wer Lust hat mitzuraten, kann sich unser Instagram Account nochmal anschauen! 🇲🇽

Hier werden die Fotos der Generationen sortiert
Tabea erklärt die Regeln

Am nächsten Tag, dem Sonntag (27. September 2026), ging es dann im etwas größeren Kreis weiter.

Zum jubiläums-Sommerfest waren neben allen Ehemaligen, aktuellen und zukünftigen Freiwilligen sowie Interessierten natürlich auch die Gastfamilien der aktuellen mexikanischen Freiwilligen sowie die Partnergemeinden und Freundschaftsgruppen eingeladen.

Ein Highlight war wie immer das Zerschlagen der Piñata sowie der extra erstelle Zeitstrahl.

Dieser bot einen Überblick über die große Anzahl an deutschen und mexikanischen Freiwilligen, die über die Jahre hinweg ihren Freiwilligendienst in Münster oder Tula verbracht haben und Teil der langjährigen Freundschaft sind.

Dieser Blick zurück soll auch ein Anlass sein, all jenen zu danken, die den Animo e.V. in den letzten 25 Jahren begleitet, unterstützt, mitgestaltet und mit Leben und Freude gefüllt haben! 🇲🇽 🇩🇪

Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der Begegnung, des Austausches zwischen Tula und Münster und besonders darauf, diese Verbindung auch weiterhin mit Leben zu füllen. ❤️ 

Auf viele weitere Jahre! 🌵


Danke und Animo!

Einladung: 25. Jahre Animo e.V. – 25. jähriges Jubiläum

Animo e.V. wird in diesem Jahr 25 Jahre alt (eine ganze viertel Dekade!) und das möchten wir natürlich gebührend mit euch allen feiern!

Am Samstag (26.09.2026) werden wir Animo-intern zusammenkommen, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen, Anekdoten zu raten oder schräg aber mit Herz Lieder zu singen.
Wenn ihr dabei sein wollt, dann tragt euch auch hierfür bitte in das Google-Formular ein.


Am Sonntag (27.09.2026)
sind alle herzlich eingeladen, gemeinsam mit (Gast-)Familie, Freundesgruppen, Ehemaligen, Freunden, Interessierten und vielen mehr zu 12 Uhr zum Canisiushaus zu kommen (Adresse: Canisiusweg 23, 48151 Aaseestadt).
Es wird eine Andacht, ein gemeinsames Mitbring-Büffett und Spiele für Groß und Klein geben!
Was noch alles passieren wird, werdet ihr erst vor Ort erfahren…

Falls die ein oder andere (Freundschafts-)Gruppe einen zusätzlichen Beitrag leisten möchte, könnt ihr euch gern bei uns melden. Alles kann, nichts muss!
Wir freuen uns einfach, wenn ihr dabei seid und mit uns den Tag verbringt!

Bitte meldet euch für das Wochenende oder Teile des Wochenendes an, indem ihr die Google Sheets Tabelle ausfüllt: https://docs.google.com/spreadsheets/Animo-Jubilaeum
(Bitte lasst euch vom Namen nicht verwirren, die Datei ist die richtige. Mit der Excel Tabelle gab es leider Probleme, weshalb wir hierauf ausweichen.)

Bei Problemen und weiterem könnt ihr uns natürlich per Mail animovorstand[at]web.de oder über die WhatsApp Community schreiben und erreichen. Bitte zögert nicht euch zu melden, falls es irgendwas gibt 🙂

Ansonsten bleibt es nur zu sagen, dass wir uns schon sehr freuen!

Auf tolle Momente, gutes Essen und ein schönes Beisammen sein und vor allem bis ganz Bald!

 

Hasta pronto con saludos cariños@s,
Euer Vorstand

Einladung: Posada 2025

Liebe Animoler*innen,

auch in diesem Jahr möchten wir gemeinsam die Tradition der Posada fortführen und freuen uns schon sehr, viele bekannte Gesichter wiederzusehen!

Unsere weihnachtliche Fete findet am Samstag, den 13. Dezember 2025 ab 15 Uhr in der Aula der KSHG (Frauenstraße 3–6, 48143 Münster) statt. Gemeinsam wollen wir ein gemütliches Convivio genießen.

Freut euch auf Piñatas, Musik, eine Andacht und selbst gemachte Tamales!
Wie immer wäre es schön, wenn alle eine Kleinigkeit zum gemeinsamen Convivio mit Büfett beitragen.

Genauso gilt: Freunde, Interessierte und natürlich (Gast-)Familien sind herzlich willkommen.

Wir freuen uns riesig, gemeinsam mit euch feiern zu können!

Frieda’s dritter Blogeintrag

Dieser Eintag ist für all diejenigen, die mich (oder sich) gefragt haben:

„Sag mal, was machst du da jetzt eigentlich?“ 

Ja, was mach ich hier jetzt eigentlich? 

Ich lebe jetzt seit 42 Tagen in Tepeji und so langsam stellt sich etwas wie ein Alltag ein. Denn nach einem ungefähren 2 ½ wöchigem Prozess ist unser Arbeitsplan fertig. Dass das etwas länger als man es aus Deutschland gewohnt ist gedauert hat, war für mich absolut in Ordnung und auch sehr hilfreich. So konnte ich besser ankommen und mir klarer darüber werden, was ich mit meiner Zeit so anstellen möchte.

Außerdem geht unser Padre (Pfarrer Miguel) super auf unsere Wünsche und Bedürfnisse ein. Er ist immer darauf bedacht, dass wir uns wohlfühlen und Arbeit machen, an der wir Spaß haben.

Hier also mein Arbeitsplan:

Lunes (Montag):

Wir beginnen -wie es sich gehört- mit unserem freien Tag. Wir haben uns alle den Montag freigehalten, um uns mit allen Freiwilligen zu treffen.

Wir schlafen dann meist von Sonntag auf Montag in der Parroquia der jeweiligen Stadt und gehen oft Montags (wenn möglich) in die Natur oder etwas Essen und reden einfach über erlebte Dinge. Denn das Verrückte ist, dass wir wirklich total unterschiedliche Erfahrungen machen, obwohl wir gar nicht so weit von einander entfernt sind.

Martes (Dienstag):

Arbeit im Migrantenhaus „El Samaritano“ in Bojay (in der Nähe von Tula). Hier fällt immer unterschiedliche Arbeit an.

Ich helfe oft beim Frühstück und Mittagessen machen und verteilen. Regelmäßig sitze ich auch am Eingang und führe Liste um den Weg der Menschen zu dokumentieren, um zu sehen, wo sie waren. So behält man auch den Überblick, wie viele Menschen an den jeweiligen Tagen da waren und weiß, wer grade sein Handy auflädt etc. Außerdem gibt es immer irgendetwas zu tun: Kleidung sortieren, Spenden in richtige Räume bringen, Decken durchteilen oder auch einfach mal sauber machen. Und wenn es mal ruhig sein sollte, stell ich mich mit in die Küche und quatsche mit den wechselnden Helferinnen, die hauptsächlich für das leckere Essen zuständig sind.

Nils und ich im Casa del Migrante

Dass diese Arbeit und vor allem das Projekt sehr wichtig ist, habe ich schon vorher gehört und jetzt auch selbst gesehen. Allerdings kann ich mich leider noch nicht so gut mit den Menschen die migrieren unterhalten. Spanisch ist für mich so schon schwierig und spanisch mit unterschiedlichen Akzenten erst recht. Deshalb werde ich in der Zukunft mal einen ausführlicheren Eintrag über die Arbeit schrieben.

Aber zur Überbrückung hier mehr Infos von meinen Vorgängerinnen:

Migrantenherberge „El Samaritano“

Miércoles (Mittwoch):

Um meine Sprachkenntnisse noch weiter aufzupeppeln, haben Nils und ich in unseren Plan integriert, dass wir ein bisschen Spanisch lernen. 

Außerdem arbeite ich von nun an in der Ciudad de la Mujer und biete einen Deutsch- und einen Englischkurs an. Ciudad de las mujeres = Stadt der Frauen; eine Anlaufstelle für alle Frauen, die Hilfe brauchen. Sie setzt sich für die Sicherheit, Autonomie und sexuelle Aufklärung bzw. sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie Gleichberechtigung von Frauen ein. Im Zuge dessen bietet die Ciudad de las Mujeres auch Fortbildungen und Kurse zu allen möglichen Themen an. Da klinke ich mich mit zwei kostenlosen Kursen ein.

Hier geht’s zu deren Website (ist aber logischerweise auf Spanisch 😉 ) 

Jueves (Donnerstag):

weil Nils und ich so cool sind, sind wir Donnerstags immer zum Frühstück und auch zum Mittagessen in die Parroquia, mit allen drei Padres (Pfarrern) und auch den Hermanas (= Schwestern, also Nonnen) eingeladen. Das Angebot lassen wir uns natürlich nicht ergehen… Nicht nur, weil die „Ama de la casa“ -die Haushälterin- super gut kochen kann. Zwischen den Mahlzeiten arbeiten wir dann im Dispensario, welches in Sichtnähe seine Räumlichkeiten hat. 

 

Das Dispensario ist etwas wie eine Tafel. Hier können Menschen, die nicht viel Geld haben, Kleidung und Medikamente kaufen. Beides gegen einen zahl-was-Du-willst (/kannst) Preis und im Zweifelsfall auch für gar kein Geld. (Als zusatz-Info: unsere Vorfreiwillige Anna hat das Dispensario mitaufgebaut!)

Einmal im Monat fahren die Arbeitenden des Dispensarios zudem zu den Bedürftigen und bringen ihnen eine große Tüte vorbei. Die beinhalten immer Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Bohnen aber auch andere Dinge wie Salz, Zucker, Klopapier, Öl, Seife und Gelatine. Wenn es geht auch gerne Tee, Haferflocken, Tunfisch oder Müsli. Diese extra Sachen sind aber immer etwas davon abhängig, was für Spenden das Dispensario erhalten hat. 

Bei diesen Besuchen konnten Nils und ich schon einmal dabei sein. Dabei wurde mir wieder vor Augen geführt, wie unfair die Verteilung von Ressourcen ist, wenn mehrere der Menschen Körperteile wegen Diabetes verlieren. Oder wenn Menschen Leid ertragen müssen, weil die Preise der Medikamente einfach zu hoch sind. 

Gegen späten Nachmittag gebe ich dann noch in den Räumlichkeiten der Kirche einen Deutschkurs.

Viernes (Freitag):

Am Morgen/ Vormittag arbeiten wir entweder gemeinsam im Dispensario oder im Consultorio, eine Beratungsstelle, zur Zeit aber eigentlich im Dispensario. Danach essen wir wieder gemeinsam in der Parroquia Mittagessen.

Nachmittags arbeiten wir dann noch in dem Büro der Kirche. (Für diejenigen, die unsere Instagram Seite verfolgen, dass ist da, wo Nils und ich die Taufbücher mit einer neuen Hülle versehen haben.) 

Sábado (Samstag):

werden wir gemeinsam in verschiedenen Projekten der Caritas hier in Tepeji arbeiten. Der Tag ist extra etwas flexibel gehalten, damit wir auch kurzfristig z.B. in der Kirche bei -so wie Heute- der Comunión  aushelfen können.

Domingo (Sonntag):

Vorbereiten und planen von Kursen, mal eine Messe oder auch andere Dinge, denn oft kommen kurzfristig noch Angebote oder Anfragen für z.B. ein Treffen. Am Nachmittag/ frühen Abend fahren Nils und ich dann meist in einen Ort einer mitfreiwilligen Person.

Manchmal machen wir aber auch Wochenende-Trips. Wir waren schon in der CdMX (Ciudad de México = Mexiko-Stadt), Puebla, Huejutla und am Golf von Mexiko! Ich bin mal gespannt, welche Orte wir noch so sehen werden. Darüber hat Jule aber etwas ausführlicher geschrieben 🙂

Insgesamt ist das tolle an unserem Projekt, dass wir jeder Zeit an unserem Plan herumschrauben können. Etwas mehr in diesem oder jenem Projekt arbeiten ist jeder Zeit möglich, solange wir Rücksprache halten.

Außerdem ändert sich, dass Nils und ich bis dato fast alles gemeinsam gemacht haben. Jetzt haben wir bewusst viele Dinge die wir alleine machen werden, wie z.B. die Deutsch- / Englischkurse oder die Arbeit im Büro.

Für die Einen scheint der Plan vielleicht voll, für die Anderen vielleicht leer, aber für mich für den Anfang genau richtig. 

Jetzt läuft erstmal alles an, so können wir gucken, wie viel Zeit und Aufwand wir für was brauchen. Wo vielleicht mehr Pause nötig ist oder an welcher Stelle wir noch mehr machen wollen. Genug zu tun gibt’s eh immer 🙂

Und falls man es nicht rausgelesen hat: Mir geht’s gut hier! Wir lernen mehr Leute kennen und finden uns ein. Alle Menschen die uns begegnen sind super nett, hilfsbereit und gastfreundlich. Meine Probleme mit der Verständigung sind zwar Teilweise noch da, es wird aber mit Tag zu Tag besser. Eine Sprache lernen geht halt einfach nicht von einen auf den anderen Tag. Außerdem haben sich meine Haustierhunde an mich gewöhnt und springen mich nicht mehr wie verrückt an. Das erste bisschen Heimweh kam jetzt schon auch auf, wurde aber souverän gemeistert. Das Einzige was anders ist: Bei mir kommt nicht so richtig Weihnachtsstimmung auf. Trotz der kalten 19 Grad am Mittag… Also wirklich ein Luxusproblem. 

Ganz ganz liebe Grüße und Hasta pronto! 🧡

Nils, Padre Miguel und Ich beim Tacos essen

Frieda’s zweiter Blogeintrag

kleines zwischen-Update

¡Buenas tardes meine Mit-lesenden!

Jetzt bin ich also seit más o menos zwei Wochen hier in Tepeji, in meiner Gastfamilie und habe schon wieder so viel erlebt, dass ich einen neuen Eintrag schreiben wollte.

Aber das wichtigste zu erst: Meine Familie ist super nett. Ich habe jetzt 4 größere (bzw. ältere) Schwestern und ganz liebe Eltern, die mich direkt wie eine eigene Tochter aufgenommen haben. Ich schaffe es praktisch gar nicht ohne etwas gegessen oder getrunken zu haben aus dem Haus zu gehen, egal welche Uhrzeit oder ob ich grade erst gegessen habe – wenigstens eine Plátano dominico (eine kleine Banane) muss sein 😉

Ach, außerdem hab ich jetzt auch Haustiere: zwei sehr energievolle Hund (die schon so einige Kleidungsteile durchs hochspringen dreckig gemacht haben) und Truthähne!

Insgesamt haben mich alle hier – egal ob meine mex. Familie, oder praktisch Fremde – super herzlich aufgenommen. Wir wurden schon zum Essen eingeladen, kurzfristig mit in den Urlaub zu kommen und auch zu vielen Kurztrips und Besuchen von Orten und Personen, zu denen wir (natürlich) noch nicht gekommen sind.

Aber es war nicht nur alles gut. Und weil ich mir vorgenommen habe, hier offen und ehrlich zu berichten, teile ich auch das mit Euch. 

In meinem ersten Blogeintrag habe ich schon erwähnt, dass sich alles ein bisschen wie ein Urlaub anfühlt. Das stimmte bis dato auch. Aber hier angekommen, kam zum Traum auch langsam die Realität dazu. Dass das erstmal nichts schlechtes ist, ist glaube ich allen bewusst. Allerdings ist es natürlich auch ein zusätzlicher Wechsel. 

Umbruch

In unserer Vorbereitung haben wir gelernt, dass bei uns allen ein Lebensumbruch ansteht. Dass dieser aber erst nach einem Monat kommt, war mir damals nicht klar. 

Doch da war ich auf einmal in einem anderen Land, einem neuen Ort, mit einer Sprache, die ich bei weitem nicht perfekt beherrsche, mit neuem Essen, neuen Leuten, schlichtweg einer neuen Realität. 

Und ab da trennen sich die Erfahrungen von uns allen. Während z. B. Simon (könnt ihr in seinem wirklich tollen Eintrag lesen) auf einmal mit zu viel Zeit für sich allein war, gab es bei uns das Gegenteil.

Nils und ich waren die ganze Zeit unterwegs und weg von unserem neuen Haus. Bei uns war nix mit ausruhen.
Wir haben viel gesehen, schonmal kennengelernt und gemacht. Das war auch echt super schön, allerdings fehlte mir etwas die Zeit um anzukommen und meine Gedanken zu sortieren. Verarbeiten geht schlecht, wenn man sich die Zeit dazu nicht nimmt. 

Und weil mir das nicht schwierig genug war, habe ich mir als zusätzlichen Schwierigkeitsfaktor vor Mexiko gedacht: Ey Frieda, voll die gute Idee in ein Land zu reisen, dessen Sprache du nicht kannst!
Ganz so war es natürlich nicht, aber feststeht, vor der Sprachschule konnte ich nur einen Kaffee mit Milch bestellen.

Dass ich dann erstmal Verständigungsprobleme hatte und es so einiges an Frustrationspotenzial gibt, könnt Ihr Euch schon denken. (In 3 Wochen habe ich überraschend viel gelernt, weiß aber längst nicht alles.)
An dieser Stelle ist es eine zweiseitige Medaille meinen Mitfreiwilligen an meiner Seite zu haben, denn: Nils kann besser spanisch als ich.

Er kann mir also helfen, wenn ich etwas nicht verstanden habe und antworten, wenn mir die Worte fehlen.
Andererseits ist es sehr frustrierend, wenn ich mein Bestes gebe mich auszudrücken, mein Gegenüber mich nicht versteht, Nils fast das Gleiche sagt und verstanden wird.
Oder wenn die Leute immer nur ihm sagen, dass er ja schon echt gut spanisch spricht. (Macht er ja auch, fühlt sich aber manchmal trotzdem doof an.)
Für ihn wird die ganze Situation auch nicht perfekt sein.

Aber das Gute: wir sprechen ganz offen und gucken, was wir beide vielleicht machen können, um die Schwierigkeiten beider zu verbessern.

Einige Momente sind für mich immer noch schwierig, das wird auch erstmal so bleiben.
Aber jetzt hatte ich auch zwischendurch mal Pause, um mich auszuruhen. Ich verstehe mehr und spreche einfach, hilft ja alles nichts.
Was aber hilft, ist dass hier alle Leute sehr hilfsbereit, gastfreundlich und herzlich sind. Wenn ich mal Zwiebel oder Haare statt Pferd sage (cebolla, cabello und caballo) ist es lustig und nicht fies.


Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es für die Menschen sein muss, die nach Deutschland kommen, deutsch lernen müssen und dann nicht mal freundlich und herzlich aufgenommen werden, sondern stattdessen mit Kälte und Abfuhr behandelt werden.

An der Stelle unterscheiden sich die mexikanische und deutsche Kultur einfach sehr. 

Es folgen jetzt noch ein paar super coole Bilder, von meinen Erlebnissen.
Das soll aber nicht von meinem Punkt ablenken oder diesen klein reden. Sie sollen nur nochmal zeigen, dass der größte Part gut war und Euch ein bisschen neidisch machen. 

Mexiko ist ein tolles Land.

¡Hasta pronto!